Die Idee

... ist einfach:

  • Junge haben Fragen, Alte viel zu erzählen.
  • Schon immer wurde Geschichte durch Geschichten von der (Ur)Großelterngeneration an die Enkelgeneration weitergegeben.
  • Kindern und Jugendlichen macht es Spaß, als »Kiez-Journalisten« die zu sein, die die Fragen stellen.

Da liegt es nahe, die beiden Generationen zusammenzubringen.

Die (Ur)Großeltern-Generation ist unsere Brücke in die Vergangenheit

Wir fragen sie in unserem Kiez:Illustration »Jung fragt Alt« von Aušra Miltenytė

  • Wie war das (hier) früher?
  • Wie war das (hier), als du so alt warst wie ich jetzt?

Ohne Wurzeln keine Flügel (frei nach Goethe)

Es gehört zur menschlichen Bildung, sich regional und geschichtlich zu verorten und dabei das Relative der eigenen Lebenswelt zu erkennen: Wir lernen zu verstehen, dass jeder alte Mensch einmal jung war, schon viel erlebt hat, von dem Erlebten geprägt ist und dass »jede Geschichte lange beginnt, bevor sie anfängt« (Thomas Hettche: Pfaueninsel, S.8).
Auch die eigene.

Wunden brauchen Luft zum Heilen:
Unverbrauchte Fragen und unvoreingenommenes Zuhören

Unsere Gesellschaft ist geprägt von den Ereignissen des letzten Jahrhunderts, insbesondere von den beiden Weltkriegen und der deutschen Teilung. Sie haben tiefe Wunden gerissen, Lebens- und Familiengeschichten ›durchgerüttelt‹, Menschen traumatisiert. Die Weitergabe von Erlebtem und Erfahrungen war in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts von Verdrängung, der Schuld- und Versöhnungsfrage bestimmt. Heute sind es vor allem die Kriegskinder, selber Opfer einer fatalen Entwicklung, die von früher erzählen können. Viele dieser alten Menschen haben das Bedürfnis, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Dafür braucht es ›unverbrauchte Fragen‹ und unvoreingenommenes Zuhören, Zeit und Raum für Begegnungen zwischen Jung und Alt.

Hierfür möchten wir einen Rahmen schaffen.